Warmumformen


Warmunformung ist ein Fertigungsverfahren nach DIN 8582.

Ein Umformprozess oberhalb der Rekristallisationstemperatur (ca. 0.6 * Schmelztemperatur) wird Warmumformung genannt. Vorteile gegenüber der Kaltumformung sind:
  • keine Verfestigung
  • hohe Verformbarkeit
  • geringe Umformkräfte
Warmumformsimulation

Das Hauptgebiet der Warmumformsimulation ist die Massivumformung meist hochbelastbarer Bauteile, sie kommt aber auch auf dem Gebiet der Blechumformung zum Einsatz.

Die Warmumformsimulation ermöglicht im Vorfeld die Optimierung des Prozesses im Hinblick auf Werkzeugdesign, Werkstoffauswahl und Prozessführung. So können oftmals gerade auf dem Gebiet der Ressourcen- und Materialeffizienz erhebliche Einsparungen realisiert werden. Wichtige Einflussgrößen, die gezielt optimiert werden können, sind hier: der Umformgrad, die Umformkräfte, der Materialfluss, die plastischen Dehnungen, die Eigenspannungsverteilung sowie die Werkzeugbelastung.

Ein entscheidender Aspekt bei der Warmumformsimulation ist das Vorhandensein adäquater Werkstoffdaten, beispielsweise die erforderlichen und experimentell nur schwer zugänglichen Warmfließkurven. Diese können bei Bedarf mittles der Werkstoffsimulation ermittelt werden.

Eine Kombination von Umformsimulation mit anschließender Wärmebehandlungssimulation ist ebenfalls realisierbar. Hier können die mechanischen Bauteileigenschaften wie Härte und Festigkeit durch optimierte Wärmebehandlung gezielt eingestellt werden.

Weitere Informationen

finden Sie in z.B. unser Veröffentlichung Optimization of Tooling Design for Hot Mandrel Bending of Pipe Elbows